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Chauvy Travaux Forestiers

Der Einsatz von Cut-to-Length-bzw. CTL-Maschinen in Kombination mit einem Skidder mit Doppelseilwinde ermöglicht es Aurélien Chauvy, mit seinem einzigartigen Holzerntesystem und gut ausgebildeten Fahrern in den steilen Privatwäldern der Ardèche in Frankreich erfolgreich zu arbeiten.

— Paul Iarocci

Aurélien Chauvy wuchs auf einem Bauernhof in der malerischen Ardèche in Frankreich auf. Hier schlängeln sich schmale Straßen durch üppige Wälder und führen an alten Dörfern vorbei, die von der modernen Welt scheinbar unberührt geblieben sind. Schon als Kind begeisterte sich Aurélien für Maschinen, und mit 21 Jahren verließ er den elterlichen Bauernhof, um sich im Wald eine Zukunft aufzubauen. Er begann ganz bescheiden, mit einer Kettensäge und einem gebrauchten Camox Seilwinden-Skidder aus lokaler Produktion.

Sieben Jahre später ist Chauvy Travaux Forestiers ein erfolgreiches Unternehmen für Holzernte und Holztransport. Aurélien kauft Holz von kleinen privaten Waldbesitzern auf und vermarktet die Stämme an fünf Sägewerke in der Region. Das Unternehmen erntet jährlich rund 40.000 m³ Holz.

Aurélien sagt, es habe kein Patentrezept für das Wachstum des Unternehmens gegeben, sondern nur lange Arbeitstage und harte Arbeit. Als das Geschäft wuchs und er in der Lage war, den Betrieb weiter zu mechanisieren und leistungsfähigere Maschinen anzuschaffen, konzentrierte sich Aurélien darauf, die besten und talentiertesten Fahrer zu finden. Er betont, dass die Qualität der Fahrer entscheidend ist, um ein Maximum an Produktivität, Betriebszeit und Lebensdauer aus den Maschinen herauszuholen. Die Fahrer von Chauvy Travaux Forestiers sind jung und verfügen über eine fundierte Ausbildung. Die französischen Forstschulen verbinden eine solide theoretische Ausbildung mit einem praxisnahen Ausbildungsteil, in dem die Studenten die Realität des Maschineneinsatzes kennenlernen.
Um sein Holz möglichst schnell zu den Sägewerken zu bringen, investierte Aurélien außerdem in einen eigenen Fuhrpark. Derzeit verfügt er über drei Holztransporter. Zwei weitere Fahrzeuge übernehmen den Transport der Maschinen von Einsatzstelle zu Einsatzstelle. Er kauft Holz von privaten Waldbesitzern in Mengen von unter 1.000 bis etwa 3.000 m³. Die Maschinen wechseln häufig den Einsatzort.

Das Unternehmen arbeitet in einem Umkreis von 40 bis 50 km rund um den Stammsitz in Arcens. In der Regel produziert und transportiert das Team zwei Lkw-Ladungen beziehungsweise rund 100 m³ pro Tag. Die bevorzugte Produktlänge beträgt 16,3 m. Der Bediener der Verarbeitungsmaschine kappt alle Fehlstellen und produziert außerdem 3 m lange Sägerundhölzer als zweitbestes Erzeugnis. Gemischte Kurzholz-Palettenstämme in unterschiedlichen Durchmessern machen den verbleibenden Anteil aus. Aurélien vermarktet mehrere Laub- und Nadelholzarten an seine Sägewerkskunden in der Region.

Angesichts des steilen Geländes, einer Mischung aus selektiver Ernte und Endschlag, stark schwankenden Holzdurchmessern sowie der Notwendigkeit, sowohl Lang- als auch Kurzholz zu liefern, benötigt Aurélien eine einzigartige Maschinenkombination, um seine Arbeit effizient auszuführen. Für die größten Bäume und das steilste Gelände setzt er zusätzlich Handfäller ein.

Ein wesentlicher Bestandteil des Systems ist der TCi 612 Skidder mit Doppelseilwinde und Teleskopkran. Die gesamte Holzgewinnung an steilen Hängen erfolgt mit den Doppelwinden. Der 612 transportiert außerdem das gesamte Langholz vom Wald an den Straßenrand. Für Kahlschläge im Steilgelände setzt Aurélien einen Raupen-Harvester ein. In flacherem Gelände erfolgt die Holzernte mit einem TCi 1165 Rad-Harvester. Auch die gesamte selektive Ernte, die etwa 40 % des jährlichen Gesamtvolumens ausmacht, wird vom 1165 durchgeführt. Da es sich um seine erste fabrikneue Maschine handelt, betont Aurélien, dass er nun deutlich weniger Zeit für die Wartung aufwenden muss als zuvor bei seiner alten Maschine mit hoher Betriebsstundenzahl. Als größte Stärken hebt er die Stabilität und die gute Sicht der Maschine hervor. Das Kurzholz wird sortiert und mit einem Forwarder an den Straßenrand transportiert.
Das Erntevolumen auf dem von uns besuchten Waldgrundstück liegt mit 3.000 m³ für französische Verhältnisse im oberen Bereich. Der Zugang zum Gelände erfolgt über einen alten Schotterweg, 200 Meter von der asphaltierten Straße entfernt, am Fuße eines steilen Hangs. Neben den Erntemaschinen verfügt das Unternehmen auch über einen Bagger für den Wegebau, und dieser Auftrag umfasst die Anlage eines Rückewegs für Skidder, um den oberen Teil des Hangs zu erschließen. Wenn Aurélien den erforderlichen Wegebau berücksichtigt, um das Holz in den oberen Bereichen der Fläche zu erreichen, rechnet er insgesamt mit einer Ausführungszeit von zwei Monaten.

Genau hier zeigt sich die Vielseitigkeit des Skidders mit Doppelseilwinde. Die Maschine kann am oberen Ende des Einschlagsbereichs verankert werden und das Holz mit den Seilen hangaufwärts ziehen. Die Doppelwinde mit zwei separaten Seilen ermöglicht es dem Fahrer Vincent Marion, schneller zu arbeiten. Er kann verstreut liegende Bäume einhaken und so die Nutzlast pro Seilzugzyklus maximieren. Der Teleskopkran bietet zusätzliche Vielseitigkeit beim Fällen von Bäumen in unmittelbarer Nähe der Straße. Er ist besonders hilfreich, um die Bäume hinter der Winde und der Schutzvorrichtung zu positionieren, sowie zum Abladen und Stapeln in unmittelbarer Nähe von öffentlichen Straßenbereichen, wo nur sehr wenig Platz zur Verfügung steht. Auch die Sortierung der Produkte im Wald ist eine zentrale Funktion. Die Stämme werden entsprechend der Ankunft des jeweiligen Lkw an den Straßenrand gebracht, je nachdem, welches Produkt zu welchem Werk transportiert werden soll. Der Kran hilft dabei, die Stämme korrekt zu sortieren, zu optimieren und dem richtigen Kunden zuzuordnen, um den maximalen Wert zu erzielen.


Der TCi ist besser gebaut als andere Skidder-Modelle und die lokal gefertigten Skidder. Viele meinen, er sei zu groß und zu schwer, aber das ist nur eine falsche Wahrnehmung. Das ist er nämlich wirklich nicht.


— Aurélien Chauvy, Owner Chauvy Travaux Forestiers


Vincent sagt, dass es eine sehr gute und robuste Maschine ist. Der Kran ist so positioniert, dass man eine sehr gute Sicht nach hinten hat. Die Kabine ist geräuscharm und für lange Schichten gut ausgestattet. Das Bedienen eines Skidders in Frankreich ist eine sehr aktive Tätigkeit. Der Fahrer ist häufig außerhalb der Maschine unterwegs, zieht die Seile steile Hänge hinunter, entastet Bäume von Hand und bedient die Maschine regelmäßig per Fernsteuerung.

„Der 612 ist perfekt, weil er sehr robust und zugleich komfortabel ist“, sagt Aurélien. „Sowohl in Bezug auf die Wartung als auch auf die Bedienung lässt er sich einfach handhaben, und daher arbeitet der Fahrer gern mit dieser Maschine.“
Der 612 Skidder wurde speziell für die Einsatzbedingungen in Frankreich entwickelt. Französische Holzunternehmer schätzen es, dass ÌÇÐÄÊÓÆµ Industries mit einer starken Alternative zu europäischen Skiddern auf den Markt gekommen ist. Vincent und Aurélien sind sich einig, dass sie mit einem Greifer-Skidder oder einem Skidder mit nur einer Seilwinde niemals die nötige Produktionsleistung erreichen würden. Die Konfiguration des 612 ist für ihre Arbeiten von entscheidender Bedeutung.

„Der TCi ist besser gebaut als andere Skidder-Modelle und die lokal gefertigten Skidder“, erklärt Aurélien. „Viele meinen, er sei zu groß und zu schwer, aber das ist nur eine falsche Wahrnehmung. Das ist er nämlich wirklich nicht.“ Ihm zufolge erzielt der 612 eine um 25 % höhere Produktionsleistung als kleinere europäische Skidder, die in Frankreich üblicherweise eingesetzt werden. „Die Sicht, die Position und Steuerung des Krans sowie die zusätzliche Leistung machen ihn zum besseren Skidder“, ergänzt er. „Er ist deutlich stabiler, wenn mit dem Kran seitlich wesentlich schwerere Lasten angehoben werden, ohne dass dabei ein Rad den Bodenkontakt verliert. Er ist nicht auf Rückegassen beschränkt und arbeitet oft im Wald in sehr schwierigem Gelände.“